Schildkröten Haltung – dauerhaft auf Wanderschaft

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Die Schildkröte gehört zur Ordnung der Reptilien und man unterscheidet derzeit 327 Arten. Schildkröten sind wechselwarme, eierlegende Kriechtiere. Es gibt beispielsweise Landschildkröten, Wüstenschildkröten, Wasserschildkröten und die imposanten Riesenschildkröten. Unter den heute lebenden Reptilien sind die Krokodile die nächsten Verwandten.

Schildkröten – der Kauf des gepanzerten Haustieres

Am besten ist es, die Schildkröte bei einem Züchter zu kaufen. Seriöse Adressen bekommt man über die Gesellschaft für Herpetologie und Terrariumkunde. Beim Kauf sollte man sich die Schildkröte genau ansehen, damit man erkennt, ob es sich um ein gesundes Tier handelt. Die Schildkröte sollte angebotenes Futter mit großem Appetit fressen. Sie darf keine Parasiten oder Verletzungen haben. Der Panzer muss fest sein. Die Augen sind offen und klar, die Augenhöhlen nicht eingefallen. Das Tier atmet ohne Geräusche und ohne Schleimbildung. Schildkröten sind Einzelgänger und können allein gehalten werden. Sie freuen sich aber auch über Artgenossen in ihrem Gehege.

Manche Schildkröten fallen unter die EU-Artenschutzverordnung. Das bedeutet, dass man für diese Tiere offizielle Papiere braucht. Außerdem gilt Melde- und Kennzeichnungspflicht. Das läuft in der Regel relativ formlos durch eine Mitteilung an die zuständige Behörde. Man muss insgesamt sicherstellen, dass man sowohl den rechtmäßigen Erwerb als auch die Herkunft der Schildkröte nachweisen kann.

Landschildkröten Haltung – was gibt es zu beachten?

Obwohl die Tiere ruhig und gemächlich sind, gibt es auch bei der Haltung von Schildkröten ein paar Dinge zu beachten. Schildkröten haben zum Teil eine hohe Lebenserwartung, sie können über 70 Jahre alt werden.

Außerdem brauchen Schildkröten viel Platz, da sie gerne auf Wanderschaft gehen. Eine Terrarium-Haltung ist daher auf Dauer keine artgerechte Haltung. Wenn das Tier zeitweise in einem Terrarium gehalten wird, sollten Länge und Breite das Fünffache der Größe der Schildkröte ausmachen. Das Freigehege im Garten muss groß angelegt werden. Das Gehege muss jeden Tag gesäubert werden. Das heißt Futterreste und Kot müssen entfernt werden, damit es nicht zu Geruchsbelästigung oder Wurmbefall kommt. Der Boden kann neben Gras aus Rindenmulch oder feinem Kies sein. Darüber kann man etwas Laub oder Heu streuen; Schildkröten graben sich gerne ein. Deshalb sollte es auch einen Unterschlupf geben. Außerdem lieben Schildkröten es zu baden. Eine kleinere Schale reicht als Badewanne aus.

Man benötigt darüber hinaus einen Keller, in dem die Temperatur nicht unter 3 Grad sinkt. Schildkröten halten ihren Winterschlaf bei 5 bis 8 Grad Celsius. Diese Tiere brauchen die Winterruhe, damit sie den Winter überleben können. In der kalten Jahreszeit gibt es kaum Futter und Sonne. Während der Winterstarre werden Herzfrequenz, Atmung und Stoffwechsel heruntergefahren. Die gesammelten Fettreserven sorgen dafür, dass die Schildkröte nicht verhungert. Der Winterschlaf dauert von Oktober bis März. Zum Überwintern setzt man die Schildkröte am besten in eine Überwinterungskiste, die circa 70 x 70 x 80 Zentimeter groß ist. Die Kiste sollte aus festem Material sein und Löcher haben, damit die Schildkröte genug Luft bekommt. Gefüllt wird die Kiste mit Erde, Gras und Laub oder Heu.

Die Ernährung der Schildkröten ist äußerst wichtig. Bei ungesunder Ernährung werden sie meist krank und sterben häufig an den Folgen der Krankheit. Durch ihren schweren Panzer können Schildkröten nicht jagen, deswegen halten sie sich hauptsächlich an pflanzliche Kost. Sie fressen aber auch Insekten, Schnecken und Würmer. Das Obst und Gemüse, das man füttert, darf nicht gespritzt sein. Man sollte außerdem darauf achten, dass die Schildkröte eine große Auswahl an verschiedenen Pflanzen und Blüten hat, damit sie mit allen Vitaminen und Mineralstoffen versorgt ist. Unter www.schildi24.de findet man neben anderen wichtigen Informationen zur Haltung von Schildkröten eine Liste von geeigneten Pflanzen und Kräutern. Obst sollte wegen des Fruchtzuckers nur selten gefüttert werden. Die Schildkröten brauchen täglich frisches Wasser.

Wenn man in den Urlaub fährt, muss man für einen fachkundigen Betreuer sorgen, der die täglichen Aufgaben übernimmt.

Griechische Landschildkröte – Haltung

Die Griechische Landschildkröte ist ein beliebtes Haustier. Sie ist tagaktiv und erreicht eine Länge von etwa 20 Zentimetern. Diese Art gilt als pflegeleicht und wenig anspruchsvoll und ist deshalb auch für Reptilien-Anfänger geeignet. Die Grundfärbung des starren Panzers ist gelb bis oliv mit dunklen Flecken. Sie ist für die Verdauung ihrer überwiegend vegetarischen Nahrung auf die Zufuhr von Sonnenenergie angewiesen. Als wechselwarme Tiere können sie ihre Körperwärme nicht selbst regulieren. Die Tiere nutzen daher ihre aktive Zeit hauptsächlich zum Sonnenbad in den warmen Vormittagsstunden. Deshalb ist auch für diese Schildkrötenart ein Freigehege unerlässlich.

Bildquelle: pixabay.com – © by PublicDomainPictures

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Laura
Freizeit und Hobbys nehmen einen hohen Stellenwert für mich ein. Ich unternehme sehr viel in meiner Freizeit, probiere Neues aus und möchte diese Erfahrungen gern mit euch teilen.

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