Schandmaul im Schlachthof Wiesbaden

Schandmaul im Schlachthof Wiesbaden

Obwohl sogenannte Mittelalter-Musik jenseits des Mainstreams stattfindet, können sich einschlägige Bands nicht nur über eine treue Fanbasis freuen, sondern auch beachtliche kommerzielle Erfolge verbuchen. Neben „klassischen“ Bandinstrumenten holen am morgigen Freitag die populären Szenelieblinge Schandmaul auch Schalmei, Laute, Dudelsack und Co. aus dem Fundus, um das Publikum mit Mittelalter-Folk-Rock in eine andere Zeit zu entführen. Als Vorgruppe werden Die Kammer auf das Spectaculum mit Schandmaul einstimmen.

Schandmaul – die harten Fakten:

  • Freitag, 7. März 2014
  • Musikrichtung: Mittelalter-Folk-Rock
  • Support: Die Kammer
  • Einlass: 19 Uhr / Beginn: 20 Uhr
  • Karten kosten 28 Euro (VVK zzgl. Gebühren) bzw. 33 Euro an der Abendkasse.

Schandmaul – Urgestein einer verschworenen Szene

Schandmaul wurden 1998 in Gröbenzell bei München von sechs Musikern gegründet, von denen in der aktuellen Besetzung noch die meisten aktiv sind. Allein Hubert „Hubsi“ Widmann verließ Schandmaul und wurde 2002 durch Matthias „Hiasl“ Richter an den Bassinstrumenten ersetzt.

Mit „Unendlich“ haben Schandmaul Anfang des Jahres ihr inzwischen achtes Studioalbum veröffentlicht. Daneben können Fans noch auf drei Live-Alben sowie ganze sechs DVD-Releases zurückgreifen, um ihren Mittelalter-Helden nah zu sein.

Die Kammer – Schandmaul-Support mit Geschichte

Die Konzerte der aktuellen Schandmaul-Tour wird die erst Ende 2011 gegründete Gruppe Die Kammer eröffnen. Dennoch sind die Bandgründer Marcus Testory und Matthias Ambré alles andere als unbekannt in der Szene: Testory war zuvor Sänger und Gitarrist bei Chamber, Ambré Gitarrist bei ASP, die mit ihren Alben von 2011 und 2013 Top-10-Platzierungen in den deutschen Charts verbuchen konnten. Im Februar dieses Jahres erschien mit „Season II: Views from the Inside“ der zweite Longplayer der Band.

Eine Musikrichtung auf dem Weg in den Mainstream?

Es gab Zeiten, da war es etwas stiller um die Musikszene, die im Bereich von Mittelalter-Folk, Gothic-Rock und Dark Wave angesiedelt ist. Die erste Geige beziehungsweise Schalmei spielen hier neben Schandmaul auch Bands wie In Extremo, Corvus Corax, Subway to Sally oder Letzte Instanz.

Schandmaul können große kommerzielle Erfolge vorweisen, obwohl ihre Musik abseits der relevanten Zielgruppe kaum in den Medien stattfindet, die auf ein großes Publikum abzielen. Dennoch haben Schandmaul bisher mit fünf Alben eine Top-10-Platzierung in Deutschland erreicht. Das aktuelle Schandmaul-Album „Unendlich“ erreichte sogar Platz zwei der Charts und brachte der Band eine ECHO-Nominierung ein.

Es zeichnet sich ab, dass die mittelalter- und fantasy-affine Musikrichtung schließlich doch noch im Mainstream ankommen könnte. Jüngst fuhr gar Privatsender Pro7 eine sehr präsente Werbekampagne für das neueste Ethno-Pop-Fräuleinwunder Oonagh. Mit Erfolg: Platz fünf der deutschen Charts und eine ECHO-Nominierung waren der Lohn. Hinter dem Projekt steckt die deutsche Sängerin Senta-Sofia Delliponti, die unter anderem in der Tradition der international erfolgreichen irischen Lieblingselfe Enya steht (u. a. Titel-Song zu „Der Herr der Ringe – die Gefährten“). Einige Lieder singt Oonagh – neben deutsch – sogar in elbischer Sprache, was allerdings nur Hardcore-Fans von J. R. R. Tolkiens Fantasywelt verstehen dürften.

Bildquelle: flickr.com – © by thomyboecker

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Schandmaul im Schlachthof Wiesbaden, 10.0 out of 10 based on 2 ratings
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Laura
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