Meerschweinchen-Haltung – was muss man beachten?

Meerschweinchen Haltung

Damit die kleinen, putzigen Nager auch recht lange gesund und munter bleiben, gibt es einige hilfreiche Tipps rund um die Meerschweinchen-Haltung, die unbedingt beachtet werden sollten.

Meerschweinchen gehören zu den beliebtesten Haustieren. Insbesondere Kinder lieben die niedlichen Nagetiere mit ihren lustigen Knopfaugen. Damit die Kleinen auch lange Freude an einem gesunden Haustier haben, sollten sich die Eltern bereits vor der Anschaffung eines kleinen Nagers Gedanken über deren artgerechte Haltung machen, denn auch Meerschweinchen stellen besondere Anforderungen an ihren Lebensraum.

Meerschweinchen – anspruchslose Haustiere für jedermann?

Meerschweinchen sind relativ pflegeleichte Tiere. Mit ihnen muss man weder Gassi gehen, noch erfordert die Pflege und Stallreinigung viel Zeit und Aufwand. Aber wer nun denkt, dass man die kleinen Nager einfach im Käfig hält und mit Nahrung versorgt, der wird feststellen müssen, dass das Meerschweinchen schnell eingeht – besonders dann, wenn es als Einzeltier gehalten wird. Auch diese Tiere brauchen Beschäftigung, Zuneigung und Beachtung.

Die größten Fans der niedlichen Nagetiere sind wohl Kinder, die ihr Meerschweinchen abgöttisch lieben. Sind die Kinder noch klein, sollte man darauf achten, dass der Umgang mit dem Kleintier nicht zu wild ist. Außerdem müssen Kinder – wie auch Erwachsene – dem Tier die Möglichkeit lassen, sich zurückzuziehen. Viel Lärm ist schädlich für die kleinen Ohren und zu grelles Licht schlecht für die Augen. Deshalb sollte der Meerschweinchenkäfig auch nicht im Wohnzimmer neben TV und Stereoanlage und auch nicht im Kinderzimmer stehen. Am besten eignet sich ein ruhiger Ort in der Wohnung, an dem das Tier am Leben der Menschen teilhaben kann. Auch für ältere Menschen sind Meerschweinchen ideale Haustiere, denen sie ihre Liebe und Aufmerksamkeit schenken können. Die Haltung eines Meerschweinchens ist nicht anstrengend und die niedlichen Gesellen schenken dem Halter viel Freude, wenn er oder sie ihnen ein möglichst artgerechtes Lebensumfeld bietet.

Meerschweinchen kaufen – am besten im Zoohandel

Um von vorneherein sicher zu gehen, dass das Meerschweinchen auch gesund ist, kauft man die Tiere am besten in einem zoologischen Fachgeschäft. Hier erfolgt die Zucht unter Aufsicht, kranke Tiere werden erst gar nicht angeboten. Auch Tierheime sind eine gute Adresse für den Meerschweinchen-Kauf, denn alle Tiere werden tierärztlich untersucht. Wer beim Kauf von zwei oder mehreren Meerschweinchen sicher gehen will, dass sich kein ungewollter Nachwuchs einstellt, lässt gleichgeschlechtliche Tiere vom Fachpersonal auswählen. Die kennen sich mit den Geschlechtermerkmalen besser aus als Laien. Meerschweinchen sind gesellige Tiere, vertragen sich jedoch nicht mit jedem Partner. Auch hier hilft der Rat des Fachpersonals, um Streitereien und Revierkämpfen im Meerschweinchen-Käfig vorzubeugen.

Welche Meerschweinchen-Rassen gibt es?

Wie bei den meisten anderen Tiergattungen auch gibt es bei den Meerschweinchen verschieden Rassen, die sich durch spezifische Merkmale unterscheiden. Neben der Fellqualität, also Lang- oder Kurzhaar, glattes oder gelocktes Fell, unterscheiden sie sich hinsichtlich der Augen- und Fellfarbe sowie der Fellzeichnung und ihrer Größe. Hier einige der beliebtesten Rassen:

Kurzhaarrassen: Glatthaar Meerschweinchen Crested Meerschweinchen Rosetten Meerschweinchen Teddy Meerschweinchen

Langhaarrassen: Coronet Meerschweinchen Sheltie Meerschweinchen Morio Meerschweinchen Mohair Meerschweinchen

Das neue Zuhause im Meerschweinchenkäfig

Die Auswahl an Käfigen ist groß und variiert, abhängig von Material, Größe und Ausstattung, preislich sehr stark. Ein Meerschweinchen fühlt sich überall zu Hause, wo es genügend Auslauf und Bewegungsfreiheit hat. Bei der Auswahl des Käfigs ist es wichtig, dass die Gitterstäbe dem Nagedrang des kleinen Bewohners standhalten und frei von giftigen/schädlichen Lackierungen sind, die die Gesundheit des Tieres beeinträchtigen können. Zur Größe des Käfigs gilt folgende Faustregel: pro Meerschweinchen mindestens 0,5 m² Platz, besser 1 m². Böcke brauchen in aller Regel 1 m² Platz pro Bock, um sich zu vertragen. Diesen Platz benötigen die Meerschweinchen, um annähernd artgerecht leben zu können. Zusätzlicher Platz ist natürlich immer gut. Schön ist ein Käfig über zwei Etagen, denn Meerschweinchen behalten gerne den Überblick und lieben ihre Ausguckposten. Auch wenn man zwei oder mehr Meerschweine hält, haben sie auf zwei Ebenen genügend Platz, um sich bei Bedarf aus dem Weg zu gehen.

Tipp: Meerschweinchen-Käfig selber bauen. Dazu findet man eine Fülle an Anregungen im Internet.

Was gehört in den Meerschweinchenkäfig?

Das neue Zuhause der kleinen Nager sollte neben genügend Auslauf eine Schlafhütte oder Höhle haben, in die sich das Tier zurückziehen kann. Neben dem Futter- und Wassernapf (hier eignen sich auch sehr gut Saugflaschen, die an der Käfigwand angebracht werden) sollte der Käfig dem Meerschweinchen auch Abwechslung bieten. Das Schaffen von Unterschlupfen ist neben der sauberen und staubfreien Einstreu das A und O bei der Käfigausstattung. Richtig wohl fühlen sich die Nager, wenn hin und wieder etwas im Käfig verändert wird und ihnen neue Herausforderungen zum Entdecken bietet. Das kann ein neues Versteck aus Baumrinde sein, eine Korkröhre oder Ähnliches. Hauptsache, die Ausstattung ist „nagbar“ und sie sollte auf keinem Fall aus Plastik sein!

Die richtige Ernährung hält das Meerschweinchen gesund, fit und schlank

Der Speiseplan eines Meerschweinchens besteht überwiegend aus Heu, das immens wichtig ist für den Verdauungsapparat. Hinzukommen tägliche Rationen an Gemüse, Obst und Gras, die das Tier mit lebensnotwendigen Vitaminen, Mineralien und Spurenelementen versorgen. Ganz wichtig ist ausreichend Wasser. Das Saftfutter sollte in kleine Stücke zerteilt werden. Wenn sich mehrere Meerschweinchen im Käfig befinden, sollte man das Futter an verschiedenen Stellen auslegen, sodass auch die rangniedrigeren Meeris eine Chance auf ihre tägliche Futterration bekommen. Feste Fütterungszeiten sind empfehlenswert, denn die Nahrungszunahme zu regelmäßigen Zeiten über den Tag verteilt bekommt der Verdauung des Nagers.

Was tun, wenn das Meerschweinchen krank wird

Meerschweinchen sind in der Regel nicht sonderlich anfällig für Krankheiten. Apathie und Nahrungsverweigerung sind Anzeichen dafür, dass mit dem Meerschweinchen etwas nicht stimmt. Nimmt der kleine Nager auch das Wasser nicht mehr zu sich, ist es höchste Zeit für einen Tierarztbesuch. Am besten zu einem Arzt, der sich auf Kleintiere und insbesondere die Meerschweinchen-Haltung spezialisiert hat.

Bildquelle: pixabay.com – © by vantagepointfl

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Laura
Freizeit und Hobbys nehmen einen hohen Stellenwert für mich ein. Ich unternehme sehr viel in meiner Freizeit, probiere Neues aus und möchte diese Erfahrungen gern mit euch teilen.

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