Herbstlaub beseitigen – wohin mit den Blättern?

Herbstlaub beseitigen

Allmählich ist es nicht mehr zu leugnen: Der Herbst ist da. An allen Bäumen hängt gelbes, rotes und braunes Herbstlaub. Dieser beeindruckende, zum Träumen und Grübeln anregende Anblick verwandelt sich leider nur allzu schnell in einen dichten Blätterteppich, der Straßen und Gehwege verstopft und bestenfalls noch Kindern Freude macht. Als Erwachsener fragt man sich jedoch unweigerlich: Wohin mit all dem Herbstlaub?

Herbstlaub-Haufen sind tierisch beliebt

Ist man stolzer Besitzer eines Gartens, harkt man es erst einmal zu einem großen Laubhaufen zusammen. Und damit beginnen schon die Probleme: Dieser Haufen ist für Tiere, die unter dem kalten Wetter leiden, außerordentlich attraktiv. Das Herbstlaub liegt meist sehr dicht, und im Inneren finden Fäulnisprozesse statt, die Wärme erzeugen. Gerade Igel nisten sich sehr gerne in Blätterhaufen ein. Das bedeutet, wer das Herbstlaub fortschaffen will, muss sein Gewissen mit der Zerstörung einer Igelwohnung belasten. Auch Vögel, Kröten und Mäuse greifen auf der Suche nach einer geeigneten Winterschlaf-Behausung gerne auf Laubhaufen zurück.

Laubhaufen – Für und Wider

Besser also, man transportiert das Herbstlaub nach dem Zusammenharken sofort ab, anstatt es noch ein, zwei Tage auf dem Grundstück liegen zu lassen. Je schneller man es beseitigt, desto geringer ist die Chance, unwillkommene Gäste anzuziehen. Man kann das Herbstlaub beispielsweise dem eigenen Kompost zuführen. Sollte der Platz nicht ausreichen, nimmt es die kommunale Sammelstelle für Abfall gerne an, und in manchen Gemeinden werden Herbstlaub, Häcksel und andere Gartenabfälle sogar abgeholt. Natürlich kann man die zusammengekehrten Blätter auch einfach liegen lassen – auf diese Weise schaffen Sie eine sichere Heimstatt für zahlreiche frierende Tiere, während das Herbstlaub aufgrund des natürlichen Zerfalls nach und nach von alleine ins Erdreich zurückkehrt.

Herbstlaub verbrennen? Vorsicht!

Als alternative Methode erfreut sich gerade in Deutschland das Anzünden von Herbstlaub großer Beliebtheit – tatsächlich sind brennende Gartenabfälle, Blätter und Holzreste zum großen Teil für den Geruch von Holzrauch verantwortlich, der unsere Nasen im Herbst umweht. Dies ist allerdings nicht nur in vielen Bundesländern verboten, sondern darüber hinaus umwelt- und gesundheitsschädlich. Die Verbrennung findet nicht unter idealen Umständen statt, da der Haufen viele feuchte Bestandteile wie regennasses Herbstlaub enthält und dem Feuer nicht genügend Sauerstoff zur Verfügung steht. Dichter, beißender Rauch mit hohem Feinstaubanteil ist die Folge. Außerdem kann ein solches Feuer sehr schnell außer Kontrolle geraten.

Stichwort Recycling

Diese Art von Beseitigung kann außerdem als Verschwendung angesehen werden. Viele Kommunen verwenden Gartenabfälle und Herbstlaub, um Biogas und damit Strom zu erzeugen. In den Kompost gegeben, wandern wertvolle Nährstoffe wie Phosphor und Kalium in den Naturkreislauf zurück und regen das Wachstum der Pflanzen von Neuem an. Auf einem Herbstfeuer geht diese potenzielle Energie jedoch im wahrsten Sinne des Wortes in Rauch auf.

Zum Abschluss ein Herbstlaub-Fakt

Gewusst? Bäume werfen Herbstlaub ab, um dem Vertrocknen zu entgehen. Da sie mit den sinkenden Temperaturen über das Wurzelgeflecht immer weniger Wasser aufnehmen, müssen sie ihre Reserven zusammenhalten. Damit das Wasser nicht weiter über die große Oberfläche der Blätter verdunstet, trennt sich der Baum von seinem farbenprächtigen Kleid – und wir bekommen Wälder, Parks und Alleen voller Herbstlaub, das unter den Füßen raschelt, Kinder und Hunde zum Toben anregt und uns versonnen stimmt.

Bildquelle: pixabay.com – © by Hans

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Laura
Freizeit und Hobbys nehmen einen hohen Stellenwert für mich ein. Ich unternehme sehr viel in meiner Freizeit, probiere Neues aus und möchte diese Erfahrungen gern mit euch teilen.

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