Glutenfreier Kuchen – Genuss ohne Gefahr

glutenfreier Käsekuchen

Glutenfreier Kuchen kann auch für erfahrene Bäcker eine gewisse Herausforderung darstellen, jedoch keine, vor der man zurückschrecken sollte. Kennt man einige Tricks, kann man Kuchen und andere Gebäcke zaubern, die auch Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit genießen dürfen. Bevor wir uns jedoch dieser Kunst widmen, sollten wir einige Fragen klären: Warum sollte man glutenfrei backen, und was genau ist Gluten überhaupt?

Glutenunverträglichkeit in der Bundesrepublik

Laut Wikipedia leidet in Deutschland einer von 500 Menschen an Zöliakie, also einer Unverträglichkeit dem Proteingemisch Gluten gegenüber, das vor allem in Weizen, Gerste, Hafer, Dinkel und Roggen vorkommt. Das Gluten ist für die Klebeeigenschaften des Getreides verantwortlich, wenn es zu Mehl zermahlen und mit Wasser vermischt wird. Mit anderen Worten: Gluten sorgt dafür, dass ein Teig zustande kommt. Wie also kann man glutenfrei backen?

Glutenfreier Kuchen aus alternativem Getreide

Glücklicherweise gibt es einige Getreidesorten, die keinerlei Gluten enthalten: Mais, Reis und Hirse gehören dazu. Kauft man entsprechendes Mehl, sollte man jedoch nach Warnhinweisen Ausschau halten: Oftmals werden verschiedene Getreidesorten im gleichen Betrieb abgepackt, sodass die Gefahr einer Kontamination des „glutenfreien“ Produkts besteht. In einem solchen Fall muss die Packung den Schriftzug „kann Spuren von Gluten enthalten“ tragen. Zu 100 Prozent glutenfreies Mehl trägt das Symbol einer durchgestrichenen Ähre.

Nicht ganz einfach, aber lohnenswert

Glutenfrei zu backen, ist eine schwierige Angelegenheit. Mais-, Reis- und Hirsemehl kleben nicht annähernd so gut wie ihre glutenhaltigen Verwandten – Kekse verwandeln sich auf dem Backblech in ausgedehnte Pfützen, Kuchen werden krümelig und Brote gehen kaum auf. Das bedeutet natürlich nicht, dass man sich nicht von Zeit zu Zeit eine Leckerei gönnen darf – man muss nur sorgfältig vorgehen, wenn glutenfreier Kuchen gefragt ist.

Käsekuchen glutenfrei backen

Wie klingt zum Beispiel ein glutenfreier Käsekuchen? Lecker, schnell gemacht und sofort verputzt. Dazu benötigt man:

  • fünf Eier
  • 1.000 Gramm Quark
  • 150 Gramm Zucker
  • 250 Gramm Margarine oder Butter
  • ein Päckchen Vanillezucker
  • zwei Päckchen Puddingpulver mit Vanillegeschmack
  • Früchte, Rosinen, Schokoraspeln und andere Zusätze nach Wahl.

Achtung: Obgleich es eigentlich nichts darin zu suchen hat, könnte das Puddingpulver Gluten enthalten, weil in seiner Nähe glutenhaltige Lebensmittel verarbeitet wurden! Das Gleiche gilt für die Schokolade. Möchte man auf Nummer sicher gehen, kauft man am besten im Reformhaus ein – und wirft dennoch einen kritischen Blick auf alles, was die Verpackung zu erzählen hat.

Und nun zum Rezept

Die Eiweiße von den Eigelben trennen und steif schlagen. Das Eigelb mit der Butter bzw. Margarine, dem Vanillezucker, dem Puddingpulver sowie dem Zucker schaumig rühren und dann mit dem Quark vermischen. Anschließend das Eiweiß sowie die gewünschten Zusätze unterheben (zum Beispiel 50 bis 100 Gramm Schokostreusel). Glutenfreier Kuchen dieser Art gehört in eine mit Backpapier ausgekleidete Springform und wird im vorgeheizten Ofen etwa 50 Minuten lang bei 180 Grad gebacken. Sollte er zu schnell braun werden, deckt man die Form mit Alufolie ab. Achtung: Wie jeder Kuchen seiner Art ist natürlich auch glutenfreier Käsekuchen eine echte Kalorienbombe, macht aber auch rasch satt.

Allen glutenfreien Bäckern: viel Spaß und guten Hunger!

Wir sehen: Glutenfrei zu backen, ist nicht schwer, und das Ergebnis kann man ebenso genießen wie reguläre Backwerke. Also nicht lange fackeln: Auf ins Internet, Rezepte heraussuchen, einkaufen gehen – und dabei natürlich die Augen offenhalten –, und schon kann nach Lust und Laune glutenfreier Kuchen gebacken werden.

Bildquellen: flickr.com – © by CeliaWagner

Social Sharing powered by flodjiShare
The following two tabs change content below.
Laura
Freizeit und Hobbys nehmen einen hohen Stellenwert für mich ein. Ich unternehme sehr viel in meiner Freizeit, probiere Neues aus und möchte diese Erfahrungen gern mit euch teilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.