Eishockey Regeln – kompliziert erst im Detail

Regeln Eishockey

Auch wenn man es anhand der Außentemperaturen derzeit nicht unbedingt vermuten würde: Meteorologisch betrachtet ist tiefster Winter. Und zu einem solchen gehört natürlich auch eine extragroße Portion Wintersport. Ob Skispringen, Biathlon oder Eisschnelllauf – etliche Disziplinen ziehen die Menschen live und vor den Fernsehern in ihren Bann. Natürlich auch beim Eishockey. Und wer bei der Winterolympiade in Sotschi verstehen möchte, was die harten Jungs auf dem Eis treiben, kann jetzt einen Crashkurs in Sachen Eishockey Regeln absolvieren.

Wer legt die Eishockey Regeln fest?

Auch im Sport muss alles hochoffiziell zugehen. Deshalb gibt es natürlich auch einen offiziellen Verband, der die gültigen Eishockey Regeln festlegt, nämlich die International Ice Hockey Federation IIHF (das Regelwerk der National Hockey League NHL in den USA und Kanada weicht übrigens teilweise von den Eishockey Regeln des IIHF ab).

Gegliedert sind die Eishockey Regeln in folgende Punkte:

  • Spielfeld
  • Teams
  • Spieler/Ausrüstung
  • Offizielle und ihre Pflichten
  • Spielregeln
  • Strafen
  • besondere Regeln.

Was braucht ein Einsteiger, um das Spiel im Fernsehen zu verstehen?

Natürlich muss man nicht die gesamten Eishockey Regeln minutiös studieren, um verfolgen zu können, was auf dem Eis passiert. Aber ein paar grundsätzliche Dinge sollte man schon wissen, damit beim Zuschauen nicht sofort die Fragezeichen aufblinken.

Grundlegende Eishockey Regeln

Anders als beim Fußball heißt es: „Sechs Freunde müsst ihr sein.“ Fünf Feldspieler und ein Torwart versuchen jeweils ihr Bestes, um möglichst viele Tore zu erzielen und tunlichst wenige zu kassieren. Dazu müssen sie einen sogenannten Puck, eine genau normierte Hartgummischeibe, ins Tor des Gegners befördern. Das versucht natürlich der Torwart zu verhindern, dessen umfangreiche Spielmontur noch imposanter ist als die der Feldspieler.

Die Eishockey Regeln sehen für jedes Spiel eine Nettospielzeit von 60 Minuten vor, die in Dritteln zu je 20 Minuten absolviert werden. Bei jeder Spielunterbrechung wird die Uhr allerdings angehalten. Anders als beim Fußball gibt es also keine “Pi-mal-Daumen“-Nachspielzeit und ein Drittel dauert deshalb meist deutlich länger als 20 Minuten, eher 30 bis 40. Zusammen mit Pausen von 15 bis 18 Minuten sollte der Zuschauer also zwei bis zweieinhalb Stunden Zeit mitbringen, um ein Match vom Anfang bis zum Ende zu verfolgen.

Strafe muss sein

Strafen spielen in den Eishockey Regeln eine große Rolle, denn die Spieler können auf vielfältige Weise vom tolerierten Verhalten abweichen: zum Beispiel durch Behinderung, Beinstellen, absichtliche Spielverzögerung und diverse “Checks“, also körperliche Angriffe auf den Spieler. Letztere sind beispielsweise von hinten, mit dem Ellbogen oder dem Stock verboten. Ein normaler Bodycheck mit Schulter und Hüfte gegen einen Spieler, der im Besitz des Pucks ist, stellt jedoch keinen Verstoß gegen die Eishockey Regeln dar. Außerdem darf nur der Kapitän einer Mannschaft den Schiedsrichter nach der Begründung für eine Entscheidung fragen.

Als häufigste Strafen werden die kleine Strafe und der Strafschuss (Penalty Shot) ausgesprochen. Bei der kleinen Strafe muss der jeweilige Spieler für zwei Minuten auf die Bank, sodass die Gegner vorübergehend in der Überzahl sind. Der Penalty Shot ist eine Art Freistoß von der Mittellinie, wobei nach dem ersten Schuss nicht “nachgeschossen“ werden darf – der Strafschuss endet sofort nach dem ersten Versuch.

Gerade rund um Regelverstöße und Strafen gibt es viele Regeln zu beachten, die sich mit der Zeit erschließen, wenn der jeweilige TV-Kommentator entsprechend erklärungsfreudig ist.

Stetiger Spielerwechsel

Der Spielerwechsel kann sehr flott vonstattengehen, weil hierfür keine Spielunterbrechung genutzt werden muss. Das führt dazu, dass man selten länger als eine bis zwei Minuten am Stück eine Mannschaft in derselben Aufstellung sieht.

Fazit: Eishockey ist immer einen Blick wert

Wer noch nie ein Eishockey-Match gesehen hat, sollte es sich nicht entgehen lassen, bei der kommenden Winterolympiade einen Blick zu riskieren. Mit den grundlegenden Eishockey Regeln im Gepäck kann man ganz gut folgen und einen außergewöhnlich dynamischen und spannenden Sport erleben.

Bildquelle: pixabay.com – © by tpsdave

Social Sharing powered by flodjiShare
Eishockey Regeln – kompliziert erst im Detail, 10.0 out of 10 based on 1 rating
The following two tabs change content below.
Laura
Freizeit und Hobbys nehmen einen hohen Stellenwert für mich ein. Ich unternehme sehr viel in meiner Freizeit, probiere Neues aus und möchte diese Erfahrungen gern mit euch teilen.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.