Ayurveda – die Kraft jahrtausendealter Heilkunst

Ayurveda

Die mehrere Jahrtausende alte indische Heillehre Ayurveda hat bis heute viele Anhänger in Indien, Sri Lanka und Nepal. Aber auch in der westlichen Welt ist Ayurveda, das „Wissen vom Leben“, längst angekommen. Viele Wellness-Institute bieten spezielle Anwendungen und Programme an – von der Ayurveda Massage bis zur kompletten Ayurverda Kur, die sich über mehrere Tage oder Wochen erstrecken kann. Zentral ist aber vor allem die richtige Ernährung.

Ayurveda ist Philosophie und Lebenseinstellung mit körperlichen, mentalen, spirituellen und emotionalen Aspekten. Es basiert unter anderem auf der Idee, dass der Mensch zuallererst von sich aus etwas für Gesundheit und Wohlbefinden tun muss, weil das wirkungsvoller ist als fremde Hilfe. Auch Yoga-Übungen spielen dabei eine große Rolle.

Drei Ayurveda Typen, die den Körper beeinflussen

In der Lehre des Ayurveda werden drei sogenannte Doshas unterschieden, denen unterschiedliche Prinzipien, Temperamente und Lebensenergien zugeordnet werden:

  • 1. Vata – das Bewegungsprinzip: Wind, Luft und Äther
  • 2. Pitta – das Stoffwechselprinzip: Feuer und Wasser
  • 3. Kapha – das Strukturprinzip: Erde und Wasser.

Alle drei Doshas kommen in der Vorstellung des Ayurveda in jedem Organismus vor. Durch eine Pulsdiagnose stellt der Ayurveda Arzt fest, in welchem Verhältnis die Temperamente jeweils zueinander stehen. Idealerweise sollten sie in einem harmonischen Gleichgewicht vorhanden sein.

Die richtige Ernährung ist im Ayurveda das A und O

Der menschliche Organismus wird, wie alle anderen Lebewesen auch, durch die Nahrung am Leben gehalten. Im Ayurveda wird die vom Menschen aufgenommene Nahrung in die drei Doshas sowie in Basisstoffe und Abfallprodukte umgewandelt. Die sieben Basisstoffe heißen Rasa, Rakta, Mansa, Meda, Asthi, Majja und Shukra, die Abfallprodukte sind Urin, Kot und Schweiß.

Durch die Wahl der richtigen Lebensmittel lässt sich also gezielt darauf Einfluss nehmen, welche Doshas wie gestärkt werden und welche Basisstoffe durch die Nahrungsumwandlung entstehen.

Richtig essen im Sinne des Ayurveda

In der jüngeren Vergangenheit wurde viel darüber geschrieben, wie wichtig die Darmgesundheit – das richtige „Bauchgefühl“ – für die Gesundheit und das Wohlbefinden des Menschen ist. Eine Erkenntnis, die sich seit Tausenden von Jahren im Ayurveda widerspiegelt.

Bei der großen Bedeutung, die im Ayurveda der Nahrung zugeschrieben wird, ist es nur folgerichtig, dass es einige Empfehlungen rund ums Essen gibt. Hierzu gehört beispielsweise, dass der Mensch nur dann essen sollte, wenn er Hunger und die nötige Ruhe hat – die Nahrungsaufnahme im Stehen oder in Eile sollte dabei unbedingt vermieden werden. Die zentrale Mahlzeit ist das Mittagessen, da um diese Zeit die Verdauung am aktivsten ist. Dennoch sollte man sich nicht „vollstopfen“, sondern gerade so viel essen, dass man keinen Hunger mehr hat – etwa „zwei Hände voll“.

Für das Trinken gelten ähnliche Ratschläge: Wasser und Tees sollten niemals kalt zu sich genommen werden und auch nur dann, wenn man Durst hat.

Auch sollten die natürlichen Bedürfnisse des Körpers nicht unterdrückt werden. Dies meint vor allem die Ausscheidung der Abfallprodukte, aber auch Aufstoßen, Gähnen oder Flatulenz. Gerade der letztgenannte Bereich dürfte dabei aber das größte Problem im Alltag der meisten Personen darstellen.

Die Bedeutung der richtigen Ernährung schätzen lernen

Ganz egal, ob man sich mit Leib und Seele der ayurvedischen Lehre hingeben oder nur ein paar Inspirationen für sich herausziehen möchte – die Bedeutung des richtigen Essens ist als Orientierungsgrundlage sicherlich ein Gewinn für jedermann, der das eigene Körpergefühl verbessern möchte.

Bildquelle: pixabay.com – © by Antranias

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Laura
Freizeit und Hobbys nehmen einen hohen Stellenwert für mich ein. Ich unternehme sehr viel in meiner Freizeit, probiere Neues aus und möchte diese Erfahrungen gern mit euch teilen.

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