Apfelbaum pflanzen – auf Luthers Spuren

Apfelbaum pflanzen

Der Apfel schmeckt süß, um den man die Wache betrügt“, sagt ein altes deutsches Sprichwort. Schmeckt er nicht aber noch viel süßer, wenn man die schöne Idee hatte, den Apfelbaum vorher selbst zu pflanzen? Und überhaupt, sagte nicht schon Martin Luther: “Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen“? Nun gut, aller Wahrscheinlichkeit nach hat er es nicht gesagt, es wird ihm nur zugeschrieben. Was soll’s, einen Apfelbaum zu pflanzen ist trotzdem ein lohnendes Unterfangen. Zum einen ist es doch ein tolles Gefühl, die Früchte der eigenen Arbeit in Händen zu halten (im wahrsten Sinne des Wortes), zum anderen ist so ein Baum auch einfach eine Augenweide und einer der schönsten Bäume für den Garten.

Was muss der Hobbygärtner beachten, wenn er sich anschickt, einen Apfelbaum zu pflanzen?

Wann sollte man den Baum am besten pflanzen?

Obwohl der Frühling sein blaues Band bald flattern lässt, ist die beste Zeit, einen Apfelbaum zu pflanzen, der Herbst. Um genau zu sein die Zeit zwischen Ende Oktober und Anfang November. Den Apfelbaum dann zu pflanzen, ist schlicht und einfach wassersparend. Der “Herbstpflanzer“ muss nämlich deutlich weniger gießen als der Frühlingspflanzer, da der “Sprössling“ durch die Winternässe gut versorgt ist. Dadurch hat der Baum über die Wintermonate Zeit, seine Wurzeln im Erdboden auszubreiten, ohne dass man permanent mit dem Gartenschlauch daneben steht. Natürlich lässt sich ein Apfelbaum grundsätzlich das ganze Jahr hindurch pflanzen. Im Herbst macht er allerdings am wenigsten Arbeit.

Welche Stelle im Garten eignet sich am besten, um den Baum zu pflanzen?

Um einen Apfelbaum zu pflanzen, bietet sich eine freie Fläche hervorragend an, weil der Baum viel Sonne benötigt. Besonders gut eignet sich eine Hanglage, sodass man den Apfelbaum beispielsweise gut in einen Steingarten integrieren kann. Auf jeden Fall sollte man vermeiden, den Apfelbaum genau da zu pflanzen, wo man auch das Gemüsebeet angelegt hat. Der Baum könnte sonst das Wachstum hemmen. Eher weniger taugen Senken, weil sich dort Kaltluft sammelt. Dort einen Apfelbaum zu pflanzen, ist nicht sehr erfolgversprechend.

Ganz wichtig ist es, einen genügend großen Abstand zum Haus einzukalkulieren, wenn man einen Apfelbaum pflanzen möchte. Den Baum direkt neben dem Haus zu pflanzen, ist dabei die schlechteste Variante, denn die Krone kann einen Durchmesser von bis zu zehn Metern erreichen.

Auch kleinere Gärten bieten die Möglichkeit, sich selbst mit den Früchten zu versorgen. Dann kann man eben nicht gleich einen ganzen Apfelbaum pflanzen. Einige Sorten lassen sich beispielsweise auch an der Obstecke ziehen. Aber das führt zu weit, hier geht es ja tatsächlich darum, einen Baum zu pflanzen, was angeblich jeder Mann (und jede Frau) mal getan haben muss.

Wie pflegt man den Baum und wo kauft man ihn?

Einen Apfelbaum zu pflanzen ist das eine, aber wie pflegt man ihn? Das Wichtigste ist natürlich, ihn regelmäßig zu gießen. Wer dafür keine Muße hat, der kommt am besten gar nicht erst auf die Idee, einen Apfelbaum zu pflanzen. Ebenso wichtig ist der Schnitt, bei dem im Herbst und im Frühjahr die überflüssigen Triebe entfernt werden. Entgegen anders lautenden Gerüchten braucht es dafür keinen Gärtner und man muss sich deswegen nicht davon abhalten lassen, einen Apfelbaum zu pflanzen.

Der beste Ort, um einen Baum zu erwerben, ist die Baumschule. Hier wird man fachkundig beraten. Denn man kann nicht jeden Apfelbaum überall pflanzen. Eine Baumschule berät in Fragen der Gattung und des Klimas.

Also auf zum Apfelbaum pflanzen – man lebt nur einmal!

Bildquelle: pixabay.com – © by Hans

 

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Laura
Freizeit und Hobbys nehmen einen hohen Stellenwert für mich ein. Ich unternehme sehr viel in meiner Freizeit, probiere Neues aus und möchte diese Erfahrungen gern mit euch teilen.

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