American Football – „Schach auf dem Rasen“

American Football

In den USA ist es Volkssport, in Deutschland dagegen kaum vertreten – American Football ist für uns ein Exot unter den Sportarten. Und doch stellt der “Super Bowl“, das Finalspiel der amerikanischen Liga NFL, eines der weltweit berühmtesten jährlichen Sportevents dar, das auch in Deutschland immer bekannter wird. Da das komplexe Regelwerk des American Football eher schwer verdaulich ist, will ich zunächst ein wenig Licht in das Dunkel bringen, das die Sportart American Football hierzulande umgibt.

Regeln des American Football in Kurzform

Das Spielgeschehen im American Football stellt sich in seinen Grundzügen so dar: Zu jedem Zeitpunkt des Spiels ist eine Mannschaft Angreifer, die andere Verteidiger. In der Regel hat die angreifende Mannschaft das Ziel, zu punkten, während die Verteidiger das verhindern wollen, um selbst Angreifer zu werden. Nur in wenigen Ausnahmefällen kann das verteidigende Team direkt Punkte erzielen. Die Angreifer versuchen, durch Lauf- und Passspiele den Ball weiter in Richtung des gegnerischen Spielfeldrands zu tragen und dadurch Raum zu gewinnen. Halten die Verteidiger den Ballträger auf, wird das Spiel unterbrochen und die Angreifer starten von der aktuellen Position des Balls aus den nächsten Spielzug. Kann das angreifende Team viermal hintereinander keinen nennenswerten Raumgewinn erzielen, wechseln die Rollen von Angreifer und Verteidiger.

Punkte gibt es schließlich, wenn ein Angreifer es mit dem Ball hinter die gegnerische Grundlinie schafft oder den Ball per Kick durch das dahinter liegende stimmgabelförmige Tor befördert. Darüber hinaus gibt es allerdings zahlreiche weitere Regeln, etwa, dass ein Vorwärtspass nur einmal pro Spielzug erlaubt ist. Ein ausführliches Regelwerk zum American Football mit vielen Illustrationen findet ihr zum Beispiel auf http://kitsc-engineers.de/wp-content/uploads/2008/07/football_regeln.pdf.

Körperlich und geistig anspruchsvoll

Obwohl es auf dem Spielfeld mitunter recht ruppig zur Sache geht – dafür ja die ausgiebige Schutzkleidung –, ist American Football vor allem eine taktisch anspruchsvolle Sportart, was ihr den Spitznamen “Rasenschach“ eingebracht hat. Die verschiedenen Feldspieler, sowohl Angreifer als auch Verteidiger, haben für den Spielverlauf sehr unterschiedliche Aufgaben. Somit kommt es beim American Football stark darauf an, die Strategie der anderen Mannschaft zu durchschauen und deren Schwächen auszunutzen. Das oben verlinkte Regelwerk erklärt unter anderem die gängigen Spielerrollen.

Die großen American Football-Teams

Wie bei uns FC Bayern, Schalke 04 und Co., so polarisieren in den USA die großen NFL-Teams die Massen. Allerdings tragen die Mannschaften im American Football aufregendere und malerischere Namen wie etwa Chicago Bears, New Orleans Saints, Washington Redskins oder auch Seattle Seahawks, die Gewinner des diesjährigen Super Bowl. Auch in Deutschland tummeln sich American Football-Teams mit ähnlich bunten Namen: Düsseldorf Panther, Marburg Mercenaries und Saarland Hurricanes. Insgesamt gibt es über 150 deutsche Mannschaften, die auf unterschiedlichem Niveau von Aufbauligen bis hin zur 1. Bundesliga aktiv sind.

American Football in Frankfurt oder Berlin anschauen

Vor allem in den größeren Städten Deutschlands gibt es durchaus Möglichkeiten, sich American Football-Spiele auf Profi-Niveau anzusehen. In Frankfurt kann man beispielsweise die Frankfurt Pirates häufig auf dem Sportplatz des Uni Campus Westend finden, Frankfurt Universe spielt im Stadion am Sommerdamm und in der Commerzbank-Arena. In Berlin finden man die Berlin Adler im Stade Nepoleon in Reinickendorf, die Berlin Bears im DeGeWo-Stadion, die Berlin Bullets auf der Sportanlage Cecilienstraße und die Berlin Rebels im Mommsenstadion. Prinzipiell nehmen alle American Football-Vereine neue Mitglieder auf, manche bieten darüber hinaus auch Jugendmannschaften oder spezielle Coachingprogramme an. Falls ihr interessiert seid, selbst American Football zu spielen, lohnt es sich also, einfach mal anzufragen. Und auch an Fanartikeln mangelt es nicht – jeder größere Verein bietet in der Regel auch seinen eigenen American Football Shop an.

Bildquelle: pixabay.com – © by WikiImages

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Laura
Freizeit und Hobbys nehmen einen hohen Stellenwert für mich ein. Ich unternehme sehr viel in meiner Freizeit, probiere Neues aus und möchte diese Erfahrungen gern mit euch teilen.

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